Ein Aufruf zum Mitmachen!

Vielleicht ist es für viele Bürger noch ein fremdes Wort, aber nichts Neues: Das Wort Agenda bedeutet einfach soviel wie Handlungsprogramm, und die 21 steht für die Zukunft im neuen Jahrtausend. Die Sache, um die es geht, ist altbekannt: Nämlich das Ziel, uns in unserer Umwelt und natürlichen Umgebung so zu verhalten, dass alle zufrieden und gesund hier leben können, die natürlichen Vorräte nicht ausgebeutet werden und auch die künftigen Generationen eine intakte und lebenswerte Umgebung vorfinden. Soweit also keine Neuigkeit - vielmehr ein guter Vorsatz. Neu ist indes, diesen hehren Vorsatz von der Theorie herunterzubrechen auf praktikables Wirken im Alltag und auf unterste Ebene: in den Gemeinden, in den Vereinen, in den Unternehmen, in den Familien, jeder für sich, nicht theoretisch und nicht irgendwo, sondern hier direkt vor Ort realisierbar. Deshalb noch das Wörtchen „lokal".

 

Nachhaltigkeit: Langfristigkeit und solide denken, planen und handeln!

Und noch ein Wort taucht im Zusammenhang mit der Agenda 21 immer wieder auf: Nachhaltigkeit! Das heißt, in allen Belangen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Daseins nicht kurzfristig zu denken und zu handeln, sondern in allen Lebensbereichen Solidität, Umweltbewusstsein und soziale Gerechtigkeit walten zu lassen. Also keine kurzfristig aus dem Boden gestampfte Lösungen aufbauschen, sondern langfristig und grundlegend agieren. Damit nichts verschwendet wird und für die Zukunft etwas bleibt. In der Tat ein weites Feld, aber gar nicht so kompliziert, wie es vielleicht klingt. Denn mit kleinen konkreten Dingen fängt es an, und nur mit kleinen konkreten Schritten ist der Weg zu den gesteckten Agendazielen gangbar. Es beginnt mit dem sparsamen Wirtschaften mit allen natürlichen Ressourcen, mit dem Vermeiden von Müll, reicht über dem Erhalt der gesunden Lebensbedingungen bis hin zu einem funktionierenden sozialgerechten Wirtschaftssystem, den Erhalt und der Wiederbelebung menschlich-sozialer-ethischer Werte sowie der Entwicklung neuer, ressourcenschonender Lebensformen. Damit diese begrüßenswerten Absichten kein theoretisches und abstraktes Gebilde bleiben, sind praktische Schritte angesagt: Beim Aktionsprogramm Agenda 21, das 1992 in Rio de Janeiro bei der Umweltgipfelkonferenz von Ländern der ganzen Welt verabschiedet wurde, lautet der Inhalt auf einen Nenner gebracht:

 

Ökologische, ökonomische und soziale Belange dieser Welt sind in Einklang miteinander zu bringen.

Und zwar so, dass für alle Menschen lebenswerte Bedingungen geschaffen und auch für die Zukunft erhalten werden. Nichts als ein Diktat von „oben", sondern als gemeinsames Werk aller im Einvernehmen. Daher gesellt sich noch ein weiteres tragendes Stichwort zu dem Agenda-21-Begriff: Konsens! Die Inhalte des Agenda-Gedankens sollen unabhängig von Parteien oder anderen Zugehörigkeiten von allen Bürgern umgesetzt werden. Vielmehr sollen in allen operativen Maßnahmen sowohl jeder Privatperson als auch in denen der Politik, Verwaltung, Vereine und Gruppierungen sowie der Wirtschaft die Nachhaltigkeit und das langfristige Denken zum Schutze unserer Umwelt und Lebensbedingungen das oberste Ziel sein.

 

Klingt toll! Aber was sollen die Bürger tun?

Globales Denken ist gut und schön. Aber wie soll der Bürger nun lokal handeln? Die Stadtverwaltung Kremmen hat einen praktikablen Weg dazu eingeschlagen: Sie ist dem Aufruf des Herrn Landrates des Kreises Oberhavel nachgekommen, der nach dem Kreistagsbeschluss vom April 1997 die Ämter und Kommunen für eine Teilnahme am Agenda- Prozess zu aktivieren versuchte. Bereits im März 2000 veranstaltete die Stadt Kremmen eine erste Agenda- Runde mit Vertretern der Wirtschaft, der Schulen, Vereine, Interessengruppen, Gemeindevertretungen und Bürgern aus allen damals amtsangehörigen Gemeinden. Seither sind viele Personen in der Stadt im Rahmen der Lokalen Agenda 21 aktiv.

 

Bürgerforum

 

Ergebnis Wettbewerb

 

Tätigkeitsbericht 2005