Beratung für politisch Verfolgte in der Sowjetischen Besatzungszone / DDR Beratung zur Einsichtnahme in die Stasi-Akten

Kremmen, den 10.07.2019

Beratung für politisch Verfolgte in der Sowjetischen Besatzungszone / DDR  Beratung zur Einsichtnahme in die Stasi-Akten 
 
Im Rathaus Kremmen 
 
Termin:   Dienstag, 20. August 2019 
 
Ort: Am Markt 1, 16766 Kremmen Zeit 14:00 – 18:00 Uhr 
 
 
Die Mitarbeiter der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten laden interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Kremmen und Umgebung zur Beratung vor Ort ein. Das Angebot richtet sich an Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR politisch verfolgt wurden sowie deren Angehörige.  
 
Auch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution ist das Interesse an den von der Stasi gesammelten Informationen hoch; und noch immer haben viele ihren Anspruch auf Rehabilitierung und Entschädigung nicht geltend gemacht oder nicht durchsetzen können. Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur bietet deshalb Beratungstermine in den brandenburgischen Kommunen an.  
 
In Einzelgesprächen können insbesondere folgende Themen besprochen werden: 
 
 die Rehabilitierung von SED-Unrecht nach dem Strafrechtlichen, Verwaltungsrechtlichen und Beruflichen Rehabilitierungsgesetz und sich daraus ergebenden Leistungsansprüchen

 die Suche nach personenbezogenen Unterlagen, die die politische Verfolgung oder den rechtsstaatswidrigen Eingriff in das Leben des Einzelnen dokumentieren

 die Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden    Vermittlung psychosozialer Beratungs- und Hilfsangebote

 Ansprüche Hinterbliebener von Verfolgten 
 
Es können Anträge zur Einsichtnahme in die persönlichen Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit auf Grundlage des Stasi-Unterlagen-Gesetz gestellt werden. Voraussetzung ist die Vorlage eines gültigen Personaldokuments. 
Ferner soll in der Beratung denjenigen Raum gegeben werden, die sich mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen in der DDR allein gelassen fühlen bzw. sich mit ihrer Rolle im kommunistischen Herrschaftssystem auseinandersetzen wollen. 
 
Die Beratung wird kostenfrei und ohne Anmeldung angeboten.  
Michaela Burkard

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