Bau zweier Brücken entlang des Ruppiner Kanals hat begonnen

Kremmen, den 05.01.2021

Neubau zweier Fußgängerbrücken am Ruppiner Kanal

Der Wanderweg entlang des Ruppiner Kanals, welcher vom Kremmener See zum Kremmener Damm führt, wird voraussichtlich ab April 2021 wieder durchgängig begehbar sein.
Möglich wird dies, da die Stadt Kremmen damit begonnen hat, zwei Fußgängerbrücken entlang des Ruppiner Kanals wieder zu errichten, welche 2007 wegen Baufälligkeit abgerissen werden mussten.
Für das Bauvorhaben konnten 75% Fördermittel aus dem Leader-Programm (Förderprogramm zur ländlichen Entwicklung im Land Brandenburg) akquiriert werden. Für die Baukosten der beiden Brücken (ohne Baunebenkosten) s
ind ca. 445.000,-€ veranschlagt worden.
Mit dem Abriss der alten Fußgängerbrücken war die Attraktivität des Uferweges entlang des Ruppiner Kanals stark beeinträchtigt worden. Dabei ist gerade dieser Weg für Erholungssuchende interessant. Vom Weg hat man z.B. einen Einblick auf die alten Torfstiche, die sich die Natur mittlerweile zurückerobert hat. Biber, Eisvogel, Reiher und viele andere Tiere können hier mit ein wenig Glück beobachtet werden.
Mit der Widererrichtung der beiden Brücken (Dehmelwegbrücke und Hörstegrabenbrücke) kann nun wieder ein Rund-Wanderweg angeboten werden. Darüber hinaus soll der benachbarte „Naturlehrpfad“, welcher in den Uferweg mündet, wieder ertüchtigt werden. Dieses Projekt soll im Rahmen des Bürgerhaushalts 2021 angegangen werden.

Für die Stadt Kremmen und ihre Bewohner sowie den Gästen der Stadt, haben See und Ruppiner Kanal einen bedeutenden Naherholungswert. Das Wasser wird von Kanufahrern, Stand-Up-Paddlern und Booten genutzt. Die Weitläufigkeit des Sees und die Länge des Kanals lassen einen sanften Wasser-Tourismus unter Schonung der reizvollen Rhinluch-Landschaft mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt zu. Aber auch der Uferbereich ist für Angler, Spaziergänger und Wanderer attraktiv. Hier findet man Ruhe, Abgeschiedenheit und kann die Natur des einzigartigen Rhinluches hautnah genießen. Der Kremmener See ist bereits seit 1924 ausgewiesenes Naturschutzgebiet.
 

 

Historie

Der Bau des „Ruppiner Kanals“ wurde am 05. September 1787 durch König Friedrich Wilhelm II. genehmigt. Der Kanal stellt bis heute eine schiffbare Verbindung zwischen dem Rhin am Ruppiner See und der Havel bei Oranienburg dar. Für den Bau waren dereinst 130.000 Taler veranschlagt worden. Bereits 1790 hatten 600 Arbeiter die Strecke von der Havel bis Linum fertig gestellt, ein Jahr später war die komplette Strecke vollendet. Der Ruppiner Kanal ist damit einer der ältesten Kanäle im Land Brandenburg und heute eine Landeswasserstraße. Einst wurde er hauptsächlich zum Transport von Torf aus dem Oberen Rhinluch nach Berlin verwendet.
Heute verbindet der Kanal die großen Naherholungsgebiete im Oberen Rhinluch und ist dabei selbst zu einem geworden.

Brücke

Noch befindet sich ein Behelfsbau an der Stelle, wo schon bald eine neue Fußgängerbrücke entstehen wird. Eine zweite Brücke in der Nähe des Dehmelwegs ist ebenfalls im Bau.

 

 

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