Ab 2020 beleglose Entsorgung von Schmutzwasser aus abflusslosen Sammelgruben – Kunden können wählen, wie Sie informiert werden wollen.

Kremmen, den 13.12.2019

Wer nicht an das öffentliche Schmutzwassernetz angeschlossen ist und seine Schmutzwässer daher in einer Sammelgrube lagert, bis der Zweckverband die Schmutzwässer abholt, kennt das bisherige Prozedere: Der Fahrer dockt sein Fahrzeug an den Stutzen auf dem Grundstück an und dokumentiert die aufgenommene Menge auf einem Abholschein, den der Grundstückseigentümer dann in seinem Briefkasten vorfindet.
Diese „Zettelwirtschaft“ ist zum 31.12.2019 passé und dies hat Gründe:

Der Zweckverband Kremmen fährt pro Jahr insgesamt 900 Grundstücke in unterschiedlichen Intervallen an. Pro Jahr kommen so etwa 10.000 Abholvorgänge zusammen, die bislang in zweifacher Ausführung auf Papier dokumentiert wurden. 20.000 (!) Belege, wovon einer in der Buchhaltung des Zweckverbandes bearbeitet wurde, der andere Beleg verblieb beim Kunden, der sich damit sicher sein konnte, dass seine Grube geleert wurde.

Jeder vermag sich vorzustellen, wie viele Papierberge so jährlich angehäuft wurden, die sowohl vom Kunden als auch vom Zweckverband entsprechend der gesetzlichen Fristen aufzubewahren sind. Das Team um Zweckverband-Geschäftsleiter Stefan Lux machte sich Gedanken, denn diese Form des Dienstleistungsnachweises ist weder, umweltfreundlich noch nachhaltig und schon gar nicht mehr zeitgemäß.

Eine umweltverträgliche und serviceorientierte Lösung erhofft man sich nun mit der Benachrichtigung per E-Mail. Dazu muss jeder Sammelgrubenbesitzer ein Formular ausfüllen und eine E-Mail-Adresse angeben. Das Ausfüllen des Formulars (siehe Einverständniserklärung im Anhang) ist zwingend erforderlich, ein Anruf beim Zweckverband reicht leider nicht aus, da die Kundendaten der DSGVO unterliegen.

Hat sich ein Grubenbesitzer für die Benachrichtigung per E-Mail entschieden, entstehen dafür keine zusätzlichen Kosten. Unmittelbar im Anschluss an jede Leerung der betreffenden Sammelgrube erhält der Kunde die elektronische Information über die Leerung sowie die Anzahl der abgefahrenen Kubikmeter. Tipp: ein entsprechend angelegter Ordner im eigenen Postfach erleichtert die jährliche Überprüfung der Abrechnung, so muss man auch als Kunde keine Zettel mehr suchen. Vielfach erhalten Kunden im Verbandsgebiet bereits heute Rechnungen auf elektronischem Wege, sei es vom Telefondienstleister oder vom Stromversorger. Allerhöchste Zeit, dass auch der Zweckverband diesen Trend aufgreift.

WICHTIG: Wer jedoch auch künftig nicht auf die papierschriftliche Information verzichten möchte, muss diesen Wunsch ebenfalls schriftlich beim Zweckverband anzeigen. Dieser Service ist nach wie vor möglich, jedoch künftig nicht mehr kostenfrei zu haben. Pro Brief fallen 2,30 € Verwaltungsgebühren an. Auch muss man als Grubenbesitzer die Laufzeiten der Postzustellung einkalkulieren und ist dann möglicherweise erst Tage nach der Abholung über die Leerung informiert.

Der Zweckverband Kremmen hat bereits im Oktober 2019 alle Sammelgrubenbesitzer schriftlich über die Umstellung zum 01.01.2020 informiert. Erst gut ein Drittel hat sich bisher für die ein oder andere Informationsvariante entschieden. Wer sich nicht entscheiden mag, erhält künftig nur noch eine jährliche Übersicht per Post, die über alle durchgeführten Entsorgungen Aufschluss geben wird.

Daher der Aufruf an alle Sammelgrubenbesitzer/-innen: Treffen Sie ihre Wahl!

 

Ein entsprechendes KONTAKTFORMULAR finden Sie unten auf dieser Seite.

 

 

 

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