Bockwindmühle Vehlefanz

Foto: Unübertroffen malerisch. Außenansicht der Mühle an der Landesstraße Vehlefanz-Schwante

 

Besichtigen kann man die Mühle von Mai bis September, jeweils Samstags von 11-16 Uhr.

Anmeldungen für Besichtigungen mit Gruppen (auch in der Woche) werden unter 033055-21763 angenommen.

 

Ansprechparnter in der Gemeinde Oberkrämer:

Frau Rosen 033055 - 21763 

 

 

Alle Fotos freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Verein BEB Hennigsdorf

 

  

Windmühlen gehörten seit dem Mittelalter zum Landschaftsbild unserer märkischen Heimat; sie prägten die Silhouette vieler Städte und Dörfer. Die Windmüllerei erreichte ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert. Nach einer Statistik gab es 18 362 Windmühlen in Deutschland im Jahre 1895; nur wenig später, im Jahre 1925, waren es nur noch 8200. Im Jahre 1852 zählte man allein in der Provinz Brandenburg 2198 Bock- und 139 Holländerwindmühlen. Aus diesem Verhältnis wird auch ersichtlich, dass die Bockwindmühle der vorherrschende Windmühlentyp war, der bereits seit dem Mittelalter nachweisbar ist. Im 20. Jahrhundert setzte ein großes „Windmühlensterben" ein. Die Windmühlen waren der großen Konkurrenz der Großmühlen der Neuzeit in keiner Weise gewachsen.

 

Windmühlen - von Sagen umwoben

In der Entwicklung der Mühlen unterscheidet man nach der Art des Antriebs Hand-, Tret-, Roß-, Wasser-, Wind- und Dampfmühlen sowie Elektromühlen. In der kleinen Ausstellung im Abfüllraum der Mühle in Vehlefanz findet der Besucher Dokumente und weitere Sachzeugen zur Mühlengeschichte, die hauptsächlich auf die Geschichte der Windmühlen der heimatlichen Region Bezug nehmen. 

 

Die Mühle selber, eine zweigängige Bockwindmühle, ist das eigentliche Schauobjekt. Mühlen spielen in Sagen und Märchen, in Volksliedern und Schwänken eine Rolle.

 

Der Müller - er war früher nicht „voll-wertig"

Ein Müller galt früher als „unehrenhaft". Er wurde nicht zu den Vollbürgern gerechnet; Ehrenämter blieben ihm gänzlich versagt. Er war mit den Webern, Henkern, Schindern auf eine Stufe gestellt und damit von Privilegien ausgeschlossen. Die Müller galten damit auch als nicht zunftfähig. Das betraf selbst die Söhne der Müller bis weit in das 17. Jahrhundert hinein, denen die Aufnahme in Zünften versagt bleib. Das änderte sich erst im Verlaufe des 17. Jahrhunderts, als der Müllerberuf die volle Anerkennung fand und es auch verstärkt zur Bildung eigener Zünfte kam. 

 

Ein technisches Denkmal! 
Die Vehlefanzer Bockwindmühle ist die letzte Windmühle des Kreises Oranienburg. Sie wurde als ein interessantes, technisches Denkmal alter Handwerkskunst restauriert und damit der Nachwelt erhalten. 

 

Aus der Mühlenchronik

1815: Bau der Bockwindmühle. Sie ist die letzte von ehemals drei am  Ort vorhandenen Bockwindmühlen seit dem 18. Jahrhundert.

 

1935: Müller Franz Barth verkauft die Mühle an Otto Bonk (1904-1970) für 4000 Reichsmark. Generalüberholung. Neue Flügel, Außenhaut, Sterz.

Bis 1945 Malmühle,

 

1945 bis 1965: Schrotmühle

 

1953: Abnahme der Flügel

 

1977: Unterschutzstellung als technisches Kulturdenkmal

 

1979: Ankauf der Mühle durch den Landkreis Oranienburg

 

1982 bis 1991: Rekonstruktion der Mühle durch den Mühlenbaumeister Hans-Jürgen Zecher aus Wittenberg / Mecklenburg

 

1991: 18. Mai Eröffnung als Mühlenmuseum, Außenstelle des Kreismuseums Oranienburg  

 

Quelle: Aus der Broschüre „Kreismuseum Oranienburg, Mühle Vehlefanz, erbaut 1815"

Lindenallee 71
16727 Oberkrämer OT Vehlefanz

Öffnungszeiten:
In der Saison Mai -September, jeweils Samstag von 11 - 16 Uhr.
Führungen außerhalb dieser Zeiten vereinbaren Sie bitte unter 033055-21763.


Veranstaltungen

11.09.2016
11:00 Uhr
Tag des offenen Denkmals an der 200 Jahre alten Bockwindmühle
Zum Tag des offenen Denkmals öffnet die Mühle ihre Türen für interessierte Besucher. Die ... [mehr]
 
03.10.2016
10:00 Uhr
TÜREN AUF - TAG mit der Maus
Auch bei uns hier in Oberkrämer heißt es „Türen auf für die Maus!“ und die ... [mehr]