Beetz

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Der Ort Beetz entwickelte sich aus einer Wendenansiedlung, deren Bewohner vorwiegend von der Fischerei in den umliegenden Gewässern des Rhinluches lebten. Der älteste Teil des Ortes liegt wahrscheinlich rund um die Beetzer Kirche, deren Folgebau 1704 als Fachwerk errichtet wurde. Man nimmt an, dass der nicht weit entfernt liegende Beetzer See dem Dorf den Namen gab, welches 1397 Beitz und 1427 Becz geschrieben wurde. Die typische Dorfstruktur, bestehend aus dem alten Dorfkern im Bereich des Angers, der straßendorfartigen Erweiterung und den umgebenden Obstgärten, ist noch sehr gut erhalten. Sehenswert sind u.a. die märkische Dorfkirche, der alte Gutshof (die heutige Grundschule) mit seinem noch erhaltenen Maulbeerbaumbestand, die elektrisch betriebene Mühle aus dem Jahre 1931 und das Kriegerdenkmal. Hinter der Kirche liegt der sogenannte „Viehhof“, eine Ansammlung kleiner, aneinander gebauter Häuschen, in denen die Fischer früher den Winter verbrachten. Die umliegenden Wälder, das Luchgebiet, in dem sich jährlich tausende Kraniche sammeln, wo Reiher, Milane, Wildgänse und vieles mehr anzutreffen sind, und vor allem der Beetzer See laden zu ausgedehnten Spaziergängen, Fahrradtouren oder Kremserfahrten ein. Das kulturelle Leben wird von vielerlei Vereinen geprägt, - als da wären : Die freiwillige Feuerwehr, der Karnevalsverein Beetz, der Beetzer Anglerverein, der Fußballverein SV Belafarm Beetz/Sommerfeld, der gemischte Chor „Harmonie“ Beetz, die evangelische Frauenhilfe, der Kegelverein und der Heimatverein Ludwigsaue. Nicht ganz so gut ist Beetz mit ansässigem Gewerbe versorgt. Spargelkennern ist natürlich die Belafarm als größter Arbeitgeber des Ortsteils ein Begriff, desweiteren gibt es die Gaststätten Domäne und Kubsch, den Metall- und Karosseriebau Schilling, die Bäckerei Bollig, den Tierarzt Fürstenberg, den Reiterhof Hamp, sowie die Jugendwohngruppe Q-STALL. Heute ist Beetz mit dem Bus über Oranienburg oder direkt mit der Bahn sehr gut erreichbar und innerhalb einer guten Stunde kommt man von hier auch wieder nach Berlin zurück. Naturfreunde kommen in der Beetzer Umgebung voll auf ihre Kosten. Wer das frühe Aufstehen nicht scheut, wird manches Lebewesen im Luch entdecken, das man sonst nur schwer zu Gesicht bekommt. Und so haben sich auch mehrere Vereine dem Schutz des Rhinluches verschrieben.