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Hohenbruch

Vorschaubild Hohenbruch
Vorschaubild Hohenbruch

Die Besiedlung des Landstriches, welcher als "im hohen Bruche" bekannt war, lässt sich auf den 13. Juni 1710 datieren. Schweizer Siedler (reformierte Christen), wandten sich per Bittschrift an den König Friedrich I., um die Genehmigung für die Besiedlung des vorgenannten Landstriches zu erhalten. Eltern dieser Schweizer Siedler hatten sich bereits 1704 in Neuholland nieder gelassen. Somit entstand mit Hohenbruch, wie der Ort von nun an genannt wurde, eine der wenigen ostdeutschen Streusiedlungen, die sich bis heute erhalten haben und deren Charakter noch immer erkennbar ist. Hohenbruch liegt nördlich von Oranienburg und gehört seit 2001 zur Stadt Kremmen. Hohenbruch ist damit einer von sieben Ortsteilen der Stadt. 

Die Kirchengemeinde gehört indes nicht zum evangelischen Pfarrsprengel Kremmen. Sie bildet mit der reformierten Kirche Brandenburg eine Gemeinde, die evangelisch-reformierte Kirche im Havelland. 
Bereits in der alten Kirche wurde im Jahre 1817 eine Orgel erstellt. Diese Orgel wurde erbaut vom Bäckermeister Tobias Thurley in Treuenbrietzen. Über diesen Orgelbauer ist ein Buch in der Evangelischen Verlagsanstalt Berlin erschienen mit dem Titel "Tobias Thurley bäckt Semmeln und baut Orgeln". Thurley hat wohl 20 Orgeln gebaut, von denen die größte in Joachimsthal steht. Er war ein Schüler des bekannten Orgelbauers Wagner. Eine Eigenheit hatte er, die dem Kundigen auch an der Hohenbrucher Orgel sofort auffällt: Die großen Tasten des Maunuals hielt er nicht weiß, sondern fertigte sie aus schwarzem Ebenholz.

Hohenbruch hat einen hohen Freizeitwert, neben dem Wildtierpark mit Elchen und Schneewölfen gibt es zahlreiche Reiterhöfe sowie einen kleinen Flugplatz für Motorflugzeuge. Unweit des Dorfkerns befindet sich die Schleuse am Ruppiner Kanal. Der Kanal verbindet Oranienburg und Neuruppin. Die Gewässer sind für Kanus, SUP´s und kleine Motorboote geeignet. 

Hohenbruch ist ein geeigneter Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in das Rhinluch mit der Schleuener Heide. Wiesen, Felder und Wälder liegen zwischen den Höfen der Streusiedlung und versprechen einen entschleunigenden Naturgenuss.