Kommunale Wärmeplanung
Kommunale Wärmeplanung als Bestandteil einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung
Die Wärmeversorgung macht derzeit in Deutschland mehr als die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs aus und verursacht einen Großteil des CO₂-Ausstoßes. Aktuell werden deutschlandweit rund 80 Prozent des Wärmebedarfs durch den Einsatz fossiler Brennstoffe wie Gas und Öl gedeckt. In Kremmen sind es zum Zeitpunkt der Wärmeplanung sogar circa 86 Prozent fossile Energieträger. Das wollen wir ändern! Deshalb wurde der kommunale Wärmeplan entwickelt. Dieser gibt den Transformationspfad vor, um Kremmen bis 2045 in die klimaneutrale Wärmeversorgung umzustellen.
Die Kommunale Wärmeplanung in Kremmen
Wo bekommen wir künftig unsere Wärme her? Kommt ein Fernwärmenetz in Kremmen in Frage? Und wenn ja, wo? Liegt die Lösung vielleicht tief in der Erde? – Diese Zukunftsfragen beantwortet unsere Kommunale Wärmeplanung.
Die Stadt Kremmen hat im Mai 2025 mit der Bearbeitung zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung begonnen. Der Wärmeplan wird hiermit veröffentlicht. Damit erhält Kremmen zwei Jahre früher Planungssicherheit, als es das Wärmeplanungsgesetz (WPG) vorsieht. Mit der Wärmeplanung werden die aktuelle Wärmeversorgung und vorhandene Infrastrukturen systematisch analysiert und konkrete Maßnahmen für den Umstieg auf klimaneutrale Wärmequellen sowie mehr Energieeffizienz definiert.
Ziel war es, eine umfassende Analyse der aktuellen Wärmeversorgung vorzunehmen und konkrete Maßnahmen zur Umstellung auf klimaneutrale Wärme zu entwickeln. Das erfolgt zum Beispiel in den Feldern Energieeffizienz, Gebäudesanierung, Nutzung von Abwärme, Einbindung erneuerbarer Erzeugungsanlagen und Entwicklung neuer, kleinerer Wärmenetze. So wird die Wärmeversorgung Schritt für Schritt auf eine klimaneutrale Versorgung umgestellt, ebenso werden die Klimaschutzziele erreicht.
Für Bürgerinnen und Bürger von Kremmen sowie Unternehmen schafft das frühzeitig Klarheit über künftige Versorgungsoptionen und ermöglicht, dass ab 2026 zügig Umsetzungsschritte folgen können, um die Klimaneutralität bis 2045 fristgerecht zu erreichen.
Mit der Umsetzung der Wärmeplanung werden die Stadt, die Unternehmen der Wohnungswirtschaft und weitere Akteure einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten.
Detaillierte Informationen finden Sie weiter unten im Bereich der Dokumente. Dort steht der vollständige Wärmeplan zum Download bereit.
Wärmeplanungskarte (Gebietsabfrage)
Nutzen Sie die interaktive Karte (Link am Ende des Vorschaubildes), um zu prüfen, in welchem Gebiet sich Ihr Gebäude oder Grundstück befindet. Geben Sie einfach Ihre Adresse ein (Lupensymbol im Menü der Karte), um detaillierte Informationen zu erhalten. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert, dennoch kann es vereinzelt zu Abweichungen kommen.
Vorschaubild Wärmeplanung:
https://umap.openstreetmap.de/de/map/kremmen_122374
Erläuterung zur Wärmeplanungskarte
Mit der Wärmeplanung gibt es nun Planungssicherheit zur Wärmeversorgung der Gebäude. Dazu wurde das Stadtgebiet in zwei Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt:
• Prüfgebiet:
Nach aktuellem Stand ist hier kein Wärmenetz bis 2045 geplant. Aufgrund der Art und Dichte der Bebauung wäre eine Versorgung über Fern- oder Nahwärme oder ein Biogasnetz möglich. Ob und wann dies umgesetzt werden kann, ist zu prüfen.
• Individualversorgung:
In diesen Gebieten ist eine Fern- oder Nahwärmeversorgung nicht vorgesehen. Die Wärmeversorgung ist grundsätzlich durch die Gebäudeeigentümer und/oder Gebäudeeigentümerinnen eigenständig sicherzustellen, z. B. mittels Wärmepumpe (Luft, Erdsonden oder -kollektoren), Biomasse (fest, flüssig, gasförmig), Solarthermie, Stromdirektheizung oder eine Kombination.
Neben individuellen Einzelanlagen besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass sich mehrere Eigentümer und/oder Eigentümerinnen freiwillig zusammenschließen und ein privat organisiertes, quartiersbezogenes Wärmenetz (z. B. als Nachbarschafts- oder Genossenschaftslösung) realisieren, sofern dies technisch, wirtschaftlich und rechtlich umsetzbar ist.
Ein Anspruch auf Planung, Förderung oder Betrieb durch die Kommune ergibt sich hieraus nicht.
Beratung zu Sanierung und Heizungstausch
Haben Sie Fragen zur Gebäudesanierung oder zum Heizungstausch? Folgende Anlaufstellen helfen Ihnen weiter:
Verbraucherzentrale Brandenburg https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/
Gelistete Energieberater https://www.energie-effizienz-experten.de/
Fördermöglichkeiten
Für die Sanierung oder den Heizungstausch gibt es Zuschüsse durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Informieren Sie sich hier:
Sanierungsförderung (BAFA): BEG Wohngebäudeförderung https://www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/sanierung_wohngebaeude_node.html
Heizungstausch-Förderung (KfW): Heizungsförderung KfW https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Heizungsf%c3%b6rderung/
Nachbarschaftliche Nahwärmelösungen
Liegen mehrere Gebäude in Ihrer Nachbarschaft oder in Ihrem Quartier in einem Prüfgebiet, kann eine gemeinschaftliche Nahwärmelösung sinnvoll sein. Stimmen Sie sich zunächst mit Ihrem Nachbar und/oder Ihren Nachbarinnen ab und nehmen Sie bei Interesse anschließend Kontakt auf:
Christoph Artymiak
Bereich: Fachbereichsleiter Bauverwaltung, stellvertretender Bürgermeister
Raum 304
Anschrift:
Am Markt 1
16766 Kremmen
(033055) 99863
Dokumente
Unterlage 1: Abschlussbericht kommunale Wärmeplanung
Unterlage 2: Gebietsausweisung alle Ortsteile
Unterlage 3: Gebietsausweisung Kernstadt Kremmen
Nachrichtenarchiv und Beteiligungen
12.02.2026 II. Bürgerforum zum kommunalen Wärmeplan/Abschlussveranstaltung vom 11.02.2026
27.01.2026 Bürgerforum Kommunale Wärmeplanung
17.09.2025 Bürgerforum zum kommunalen Wärmeplan
02.09.2025 BÜRGERFORUM - Kommunale Wärmeplanung
09.05.2025 Kommunale Wärmeplanung der Stadt Kremmen startet
06.03.2025 Kommunale Wärmeplanung der Stadt Kremmen







